Mikroprozessorkarten
Mikroprozessorkarten enthalten – wie schon die Bezeichnung zum Ausdruck bringt – einen Mikroprozessor, der mit einem segmentierten Speicher (ROM-, RAM- und EEPROM-Segment) verbunden ist.
- EEPROM - Electrically Erasable Programmable Read Only Memory
- Ein Speicher, der ausschließlich ausgelesen werden kann und an dem die programmierte Information elektrisch gelöscht werden kann.
Das maskenprogrammierte ROM enthält ein Betriebssystem (übergeordneter Programmcode) für den Mikroprozessor und wird während der Chipfabrikation aufgebracht. Der Inhalt des ROM ist herstellungsbedingt für alle Mikrochips des gleichen Produktionsloses identisch und kann auch nicht mehr überschrieben werden. Im EEPROM des Chips befinden sich Applikationsdaten und applikationsspezifische Programmcodes. Dieser Speicherbereich kann jedoch nur unter Kontrolle des Betriebssystems beschrieben oder gelesen werden.
Das RAM ist der temporäre Arbeitsspeicher des Mikroprozessors. Die gespeicherten Daten gehen nach Abschalten der Versorgungsspannung verloren. Mikroprozessorkarten sind sehr flexibel. Moderne Chipkartenbetriebssysteme ermöglichen es auch, unterschiedliche Anwendungen in einer einzigen Karte zu integrieren (Multiapplikation). Die applikationsspezifischen Programmteile werden dazu erst nach der Kartenproduktion in das EEPROM geladen und können über das Betriebssystem gestartet werden.
Mikroprozessorkarten werden vor allem in sicherheitssensitiven Anwendungen eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Chipkarten für GSM-Handys oder die neuen EC-Karten (electronic cash). Die Programmiermöglichkeit der Mikroprozessorkarten ermöglicht außerdem die schnelle Anpassung an neue Applikationen.
Techniken.Mikroprozessorkarten by Katrin Reiher at 21.02.2007 11:22
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