Magnetisch basierte Dateneingabe
Ein großes Anwendungsgebiet eröffnet sich durch Codierung auf einem Magnetstreifen. Sie erfolgt wie das Beschreiben oder Lesen eines Tonbandes. Beim Stecken oder Vorbeiziehen des Magnetstreifens am Lesekopf werden an diesem Spannungen induziert, die in der Leseelektronik nach Takt und Daten getrennt werden. Diese beiden Signale werden dann der Decodierungseinheit zugeführt, die Anfang und Ende des Datenblocks durch festgelegte Start- und Stoppzeichen erkennt.
Der Magnetstreifen verfügt über eine Speicherkapazität von ca. 1024 Bit auf drei Spuren. Die Spuren 1 und 2 sind nur für den Lesebetrieb spezifiziert, auf der Spur 3 können Daten, z.B. letzte Transaktion bei Kreditkarten, gelesen und geschrieben werden.
- Spur 1: 76 Nutzzeichen (alphanumerisch 7 Bit/Zeichen)
- Spur 2: 37 Nutzzeichen (numerisch 5 Bit/Zeichen)
- Spur 3: 104 Nutzzeichen (numerisch 5 Bit/Zeichen)
Einige Beispiele für den Einsatz magnetischer Systeme sind:
- Magnetkarten für den öffentlichen Personennahverkehr
- Zugangskontrolle, Sicherheitskontrolle, Parkausweise, Maut
- Sparkarte, Telefonkarte, Kopierkarte, Kantinenkarte
- Portable Data Files, medizinische Daten, technische Daten, z. B. von einem Auto
- Magnetkarten allgemein
Die EC-Karte ist ebenfalls ein geläufiges Beispiel für eine Magnetkarte.
Die magnetische Schicht wird in Form einer dünnen Folie aufgebracht. Vorteil des Magnetstreifens ist zum einen, dass die Daten geändert oder überschrieben werden können, wodurch eine höhere Flexibilität entsteht. Weiterhin sind die große Datenkapazität und die Beständigkeit gegen leichte Verschmutzung als Vorzüge zu erwähnen. Ein Nachteil ist, dass Magnetstreifenkarten mit Kontakt gelesen werden müssen. Außerdem reagieren die Karten empfindlich gegenüber starken Magnetfeldern und Reibung. Zudem ist der Magnetstreifen sehr leicht manipulierbar. Daher werden immer noch zusätzliche Sicherheitsmerkmale eingebaut, beispielsweise unsichtbare und unveränderbare Codierung im Kartenkörper.
Sonderfall: Magnetische Farberkennung ist eine Technologie, die in den USA und einigen anderen Ländern eingesetzt wird, um Schecks zu markieren. Ein Buchstabe wird mit magnetischer Farbe bedruckt. Die Information kann dadurch auch mit dem menschlichen Auge gelesen werden. In diesem Fall macht man von automatischen magnetischen Scannern Gebrauch. Wie bei allen magnetischen Techniken muss das Lesegerät mit dem Datenträger in Kontakt treten, um die Daten lesen zu können. Da bei dieser Technologie spezielle Tinte und eine komplexe Leseapparatur notwendig ist, wird die Technik außerhalb des Bankenbereichs kaum eingesetzt.
Normen: DIN 9785, ISO 3554, ISO 2894 und ISO 7811
Techniken.MagnetischBasierteDateneingabe by Katrin Reiher at 14.05.2007 14:10
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