Fingerabdruck
Aufgrund der traditionellen Verwendung in der Kriminalistik hat der Fingerprint einen hohen Bekanntheitsgrad. Die Einzigartigkeit des Fingerabdrucks wurde schon vor über 2000 Jahren erkannt und z.B. für Urkundenzeichen, besonders auch durch Analphabeten angewendet. Im zweiten Jahrhundert v. Chr. wurden in China Boten wichtiger Nachrichten mittels Ihrer Fingerabdrücke identifiziert, die sich im Siegelwachs wieder fanden.
Ferner wurde der Fingerabdruck in früheren Jahrhunderten im Sinne eines Urkundenzeichens auch in Gesetzen erwähnt. Derzeit immer populärer werden daktyloskopische Technologien. Der Gebrauch von Fingerabdrücken als Identifikationsmittel ist bereits seit Jahren aus der Welt der Verbrechensverfolgung nicht mehr weg zu denken. Gegenwärtig sind aber auch andere Anwendungen im Gespräch, bei denen Fingerabdrücke eine Rolle spielen.
Die Vorteile einer hohen Akzeptanz (da ein hoher Bekanntheitsgrad herrscht) und der wenigen fehlerhaften Vergleiche erlauben eine relativ schnelle Verifikation. Aber viele Menschen fühlen sich wie Verbrecher behandelt, wenn Ihre Fingerabdrücke abgenommen werden. Zudem ist körperlicher Kontakt mit der Scannereinheit notwendig. Die Lesbarkeit des Fingerabdrucks hängt von Umweltfaktoren und der Tätigkeit (Beruf) der jeweiligen Person ab.
Fingerabdrücke werden überwiegend optisch und kapazitiv aufgenommen. Bei optischen Scannern legt man den Finger auf ein Glas und der Fingerabdruck wird mit einer CCD -Kamera aufgenommen. Durch Schweiß bleibt zum Beispiel ein Rückstand auf dem Glas, der ein Geisterbild (latent image) zurücklässt. Verschmutzung ist auch bei kapazitiven Sensoren ein Problem.
Techniken.Fingerabdruck by Katrin Reiher at 09.03.2007 11:45
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