Standardisierung RFID
Ein kritischer Punkt im Bereich RFID ist die Standardisierung. Jeder Hersteller hatte in der Vergangenheit seine eigenen Transponder entwickelt, die zwar technisch ähnlich funktionierten, aber untereinander nicht austauschbar waren. Kunden wurden somit gezwungen, sich mit einmal getätigten Investitionen dauerhaft auf ein Produkt festzulegen. Es mag in einzelnen Anwendungen nicht nachteilig sein, für den Massenmarkt und insbesondere für die Logistik mit vielen Teilnehmern ist dieser Zustand allerdings nicht akzeptabel.
Der ISO -Standard 15693 schafft Erleichterung. Dieser Standard ist für kontaktlose Chipkarten konzipiert. De facto beschreibt er jedoch die Funktionsweise von Transpondern auf der Frequenz von 13,56 MHz, also insbesondere von Smart Labels, denen die besten Chancen für den Massenmarkt eingeräumt werden. Diese ist auch (neben den Frequenzen unter 135 kHz) die einzige Arbeitsfrequenz, bei der zurzeit - weltweit betrachtet - ähnliche Bedingungen bezüglich der gesetzlichen Vorgaben vorhanden sind.
Andere Normen (z.B. EPC – Eletronic Product Code) beschäftigen sich mit den anderen Arbeitsfrequenzen. Die Standardisierung ist also in der Umsetzungsphase. Wenn sich ein Standard durchgesetzt hat, bedeutet das für den Anwender nicht nur mehr Investitionssicherheit, sondern auch automatisch mehr Wettbewerb und damit günstigere Preise.
Abzuwarten bleibt, ob sich alle Hersteller an die Normen halten oder versuchen werden, mit „zusätzlichen Features“, also proprietären Ergänzungen und Einstellungen, letztendlich doch wieder die Kunden an sich binden.
RFID.StandardisierungRF-ID by Katrin Reiher at 16.02.2007 11:52
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