EAS: 1-Bit Transponder
- EAS (Electronic Article Surveillance) - Elektronische Artikelsicherung
- EAS arbeitet mit so genannten 1-Bit-Transpondern. Diese Transponder oder Etiketten liefern nur die Information „Transponder vorhanden“ oder „Transponder nicht vorhanden“. Sie werden im Handel zur Diebstahlsicherung verwendet.
Durch den Einsatz von EAS wird die Anzahl der Kundendiebstähle deutlich, oft bis zu 70%, reduziert.
Electronic Article Surveillance (EAS)
Etiketten für die elektronische Diebstahlsicherung (EAS) werden vor dem Verlassen eines Geschäftes mit einem Deaktivator zerstört. Dazu verfügen die Label über einen Schwingkreis aus einer Spule und einem Kondensator. Der Kondensator ist mit speziellen Sollkurzschlussstellen versehen. Diese werden „Dimples’’ (dimple - engl. = Vertiefung, Versenkung) genannt. Durch ein starkes Magnetfeld zerstört der Deaktivator den Kondensator an den Dimples und verstimmt so den Schwingkreis. Das EAS-Etikett wird danach nicht mehr von den Detektoren erkannt.
In Form von Etiketten werden die Sicherungselemente mit der Ware verbunden. Diese fungieren als Signalgeber, die beim Durchgang eines Funkfeldes einen Alarm auslösen, wenn sie nicht zuvor von dem Artikel entfernt oder deaktiviert werden. Abhängig von Branche, Artikelart und Sicherheitsphilosophie kommen verschiedene Technologien zum Einsatz [KF02]:
Bei elektromagnetischen (EM) Systemen werden innerhalb einer Schleuse kleinste Metallstreifen oder metallische Dünnfilme ummagnetisiert, wodurch messbare Feldveränderungen entstehen. Der Vorteil dieser Technik liegt u.a. in der geringen Größe und der hohen Integrationsfähigkeit der Etiketten. Nachteilig wirken sich die relativ geringe mögliche Schleusenbreite sowie die relativ hohe Fehlalarmquote aus. Das System findet bevorzugt bei Lebensmitteln, Drogerieartikeln, Textilwaren aber auch bei Schmuck und anderen Geschenkwaren Anwendung.
Den Resonanzeffekt macht sich die Radiofrequenztechnik (RF) zu Nutze. Dabei erzeugen Spule und Kondensator des Sicherungselementes einen Schwingkreis mit typischer Eigenfrequenz, welcher der Sendefrequenz des Empfängers (beispielsweise in den Ausgangsschleusen) entspricht. Die Vorteile dieses Systems liegen u.a. in den geringen laufenden Kosten sowie in der hohen, möglichen Schleusenbreite. Nachteilig wirkt sich aus, dass die Etiketten relativ groß sind und eine Abschirmung der Ware möglich ist. Bevorzugte Anwendungsbereiche sind hier Bekleidungsartikel, Lederwaren, Schuhe sowie Elektroerzeugnisse.
Beim akustomagnetischen (AM) System befinden sich zwei schwingende Plättchen im Zentrum des Sicherungselements. Durch ihre Schwingung entsteht ein akustisches Signal. Die Vorteile liegen u.a. in großen Schleusenbreiten und hoher Detektionsrate. Unvorteilhaft ist die schlechte Integrationsfähigkeit bei kleinen Produkten. Bevorzugte Einsatzgebiete finden sich bei Textilien, Bau- und Heimwerkerbedarf sowie Elektroerzeugnissen.
Den RF- und EM-Systemen wird langfristig eine zunehmende Bedeutung zugeschrieben, da diese auch für die viel diskutierte Quellensicherung einsetzbar sind. So können die Etiketten auf Grund ihrer Beschaffenheit bereits während des Produktionsprozesses in das jeweilige Produkt eingebunden werden. Die Vorteile der Quellensicherung liegen auf der Hand: Eine spätere Manipulation im Laden ist ausgeschlossen. Zudem erspart sich der Einzelhändler die Kosten der Etikettierung.
RFID.EAS1-BitTransponder by Katrin Reiher at 09.03.2007 11:42




