Fragen:

Antworten:

Q: Warum wird bei Barcodes eine Prüfziffer verwendet? top
A:

Durch die Verwendung einer Prüfziffer kann auch bei schräger Lesung trotz Fehler der Oberfläche ein syntaktisch richtiger Inhalt gelesen werden, der aber semantisch keinen Sinn ergibt.


Q: Warum gibt es beim Barcode Start- und Stoppzeichen? top
A:
  • leichte Unterscheidung von der Umgebung
  • Scanner erkennt sofort die Art des Barcodes

Q: Was ist ein interleaved Barcode? top
A:
  • überlappender Code
  • gehört zu den selbstprüfenden Codes

Q: Was ist 2 aus 5 (Code 2/5) und Code-39? top
A:
  • Code 2/5: pro Zeichen fünf Elemente, davon zwei breite (und somit drei dünne)
  • Code-39: pro Zeichen neun Elemente, davon drei breite (und somit sechs dünne)

Q: Nennen Sie drei Barcode-Symbologien und zwei zweidimensionale Symbologien sowie deren Eigenschaften in bezug auf Art und Menge (ca.) der codierbaren Zeichen! top
A:
  • Code-39 (Alphanumerisch, max. 20 Zeichen)
  • Code 2/5 (Numerisch, max. 20 Zeichen)
  • Code-128 (ASCII (128) Zeichen, max. 20 - 30 Zeichen)
  • Datamatrix (ASCII Zeichen, 2000 Zeichen)
  • Codablock (Alphanumerisch, 100 Zeichen)

Q: Kann ein Barcode auch rückwärts gelesen werden? top
A: Ja, ein Barcode kann durch die Start- und Stoppzeichen auch rückwärts gelesen werden.

Q: Aus welchen drei Regionen ist der Matrixcode aufgebaut und wozu dienen sie? top
A:
  1. Finder Pattern, erleichtert die Suche des Codes im Bild, das der CCD-Scanner erzeugt
  2. Alternating Pattern, bestimmt den Rhythmus in x und y Richtung, um daraus einzelne Zellen im Bild berechnen zu können.
  3. Data Region, enthält die gespeicherten Daten ggf. mit Daten für die Fehlerkorrektur.

Q: Wozu dienen die Codetabellen der verschiedenen Symbologien? top
A:

Gewissermaßen der Zeichensatz einer Symbologie.


Q: Was versteht man unter OCR? Warum wird OCR in Logistikprozessen fast nie eingesetzt? top
A:

OCR: Optical Character Recognition (direkte Erkennung von Buchstaben und Zahlen in Klarschrift).
Obwohl die OCR-Zeichen vom Menschen leicht lesbar sind, sind sie aus Sicht der Maschine nur mit relativ hohem Rechenaufwand zu identifizieren. Barcodes sind viel leichter zu erfassen (binäre Information schwarz/weiß bzw. 1/0). Lesegeschwindigkeit und Leseraten sind daher beim Barcode wesentlich höher. Die Redundanz ist größer, Lesefehler sind beim Barcode (bei vernünftiger Code-Qualität) im Gegensatz zu OCR so gut wie ausgeschlossen.


Q: Wo wird der 4-State-Code eingesetzt und was sind die anwendungsbezogenen Vorteile dieses Codes? top
A:
  • 4-State-Code: Postanwendungen
  • Hohe Fördergeschwindigkeiten möglich
  • Mehr Informationen pro Strich (vier Zustände statt zwei)
  • Lesbarkeit auch bei schlechtem Druck (Verzerrungen) gewährleistet

Q: Womit werden Matrixcodes gelesen? Warum setzt man keine Laserscanner ein? top
A:

Flächencodes werden mit CCD-Scannern = Kamerasystemen gelesen. Ein Laserscanner liest immer nur die Informationen auf einer Linie (Abtastlinie), daher fehlen die Höheninformationen. Jeder Matrixcode speichert Informationen in x- und y-Richtung. Laserscanner können teilweise für gestapelte Barcodes verwendet werden. CCD-Scanner lesen jede (programmierte) Symbologie.


Q: Nennen Sie vier Verfahren zur Kennzeichnung von Objekten mit Barcodes sowie deren Vor- und Nachteile! top
A:

Offsetdruck

  • beste Druckqualität (Kontrast, Kantenschärfe)
  • hohe Widerstandsfähigkeit bei Wahl eines entsprechenden Etikettenträgers
  • keine individuellen Etiketten, nur ganze Chargen
  • teuer und umständlich bei kleinen Stückzahlen
  • kostengünstig bei Massenware

Laserdrucker

  • universell verfügbar
  • flexibel, jedes Etikett individuell
  • kostengünstig bei geringem Schwärzungsgrad und mittleren Stückzahlen
  • teuer bei hohem Schwärzungsgrad und hohen Stückzahlen
  • gute Druckqualität
  • Beschränkungen in der Kantenschärfe
  • kaum automatisierbar
  • relativ geringe Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb usw.

Thermotransferdrucker

  • sehr gute Druckqualität, hoher Kontrast und Kantenschärfe
  • individuelle Etiketten
  • automatisierbar
  • teuer bei kleinen Stückzahlen und geringem Schwärzungsgrad
  • kostengünstig bei hohen Stückzahlen mit hohem Schwärzungsgrad
  • hohe Abriebfestigkeit, UV-Beständigkeit

Direktkennzeichnung mit Inkjet

  • in der Regel sehr niedrige Druckqualität und Auflösung
  • Druckqualität abhängig vom Untergrund
  • gut automatisierbar und in die Fördertechnik zu integrieren
  • jedes Objekt individuell kennzeichenbar (Chargen, MHD, usw.)

Q: Was versteht man unter omnidirektionalem Scannen? Nennen Sie ein Anwendungsbeispiel! top
A:

Scannen unter Bedingungen, bei denen die Position und Lage/Ausrichtung des Codes keinen Einfluss auf das Leseergebnis haben darf.
Anwendung: Gepäck-Identifikation am Flughafen


Q: Welche Faktoren sind bei der Gestaltung von Lesestationen zu berücksichtigen? top
A:

Von wie vielen Seiten muss gescannt werden?

  • Wie viele Scanner pro Seite werden gebraucht?
  • Ist die Code-Anbringung, einseitig oder mehrseitig, irgendwo oder immer an der gleichen Seite?
  • Wie variabel ist die Form der Objekte?
  • Gibt es eine mechanische Führung der Objekte vor dem ID-Punkt und/oder drehen oder kippen sie sich innerhalb der Fördertechnik?

Welche optischen Eigenschaften sind notwendig?

  • Welche Tiefenschärfe wird aufgrund der Span-Distanz und unterschiedlicher Objekthöhen benötigt?
  • Wie groß muss die Breite des Scanfeldes des Scanners sein? (abhängig von der Bahnbreite und wiederum von der Codeposition)
  • Welche Auflösung muss der Scanner bei gegebener Modulbreite des Codes haben?

Technische Eigenschaften des Scanners

  • Welche Scanrate (Anzahl/s) ist erforderlich? (abhängig von Fördergeschwindigkeit, Code-Höhe und Code-Qualität)
  • Braucht der Scanner Features wie Code-Rekonstruktion?
  • Wie leistungsfähig muss der Decodier-Algorithmus sein?
  • Soll der Scanner gleichzeitig die Barcodes mehrerer Objekte erkennen können?

QundA.Test-Barcode by Admin at 03.03.2007 15:43

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