Schnittstellenspezifikation

Die EPC-Global Inc. hat Standards und Empfehlungen veröffentlicht. Dies sind momentan acht Dokumente mit dezidierten technischen Spezifikationen zu den einzelnen Komponenten des EPC.

Transponder und Luftschnittstellen

Luftschnittstelle - Air Interface
Das nicht leitende Medium (meist Luft), zwischen Transponder und (Schreib-)/Lese-Gerät, über das die Kommunikation erfolgt.

Die EPC-Global Inc. unterscheidet RFID -Systeme anhand ihrer Frequenz, der Klasse (Class) und der Version (Generation). In der Version 1 wurden von der EPC-Global Inc. bisher drei verschiedene Standards für Transponder definiert. Zwei davon für den UHF -Bereich (900 MHz EPC-Class Version 1 (UHF0)) und (860 – 930 MHz EPC-Class 1/ Version 1 (UHF1)) und einer für den HF-Bereich (13,56 MHz EPC-Class 1/ Version 1 (HF1)).

Hierbei beschreiben gleiche Klassen in ihrer Funktionalität ähnliche Systeme. Als Kriterien für die Einteilung in Klassen wird die Art der Stromversorgung (aktiv/passiv), die verwendeten Speicherformen (ROM, WORM, R/W) und die verwendeten Übertragungsprotokolle (für die Luftschnittstelle) herangezogen. Sowohl Transponder der Klasse 0, als auch solche der Klasse 1 gehören zu den passiven Transpondern, die ohne eigene Stromversorgung auskommen. Generell lässt sich sagen: je höherwertiger das RFID-System, desto höher die zugeteilte Klasse.

  • Transponder der Klasse 0 werden bereits bei ihrer Produktion programmiert. Der Käufer hat bei diesen Systemen keinen Einfluss auf die verwendeten Seriennummern, es handelt sich demnach um reine ROM-Systeme.
  • Transponder der Klasse 1 sind vom Anwender einmalig selbst beschreibbar. Die verwendeten Speicher basieren also auf dem WORM Speicherprinzip.

In Version 1 sind die Übertragungsprotokolle der Luftschnittstellen der unterschiedlichen EPC-RFID-Systeme nicht untereinander kompatibel. Um mit einem einzigen Schreib-/Lese-Gerät die unterschiedlichen Transponder lesen zu können, ist der Einsatz spezieller Geräte nötig, die unterschiedliche Frequenzen und unterschiedliche Protokolle verarbeiten können.

Das Auto-ID Center hat hierzu ein White Paper verfasst. Dieses beschreibt den Aufbau und die Funktionsweise eines Schreib-/Lese-Gerätes (SLG), das sowohl auf unterschiedlichen Protokollen, als auch auf unterschiedlichen Frequenzen basierende Transponder lesen und beschreiben kann.

Softwarekomponenten und die lokale Schnittstelle

Die Weiterverarbeitung der Daten, die SLG von den Transpondern empfangen hat, erfordert spezielle Softwarekomponenten. Die EPC-Global Inc. hat hierzu zunächst vier Dokumente mit Empfehlungen veröffentlicht.

  • Reader Protocol: Inhalt des Dokuments „Reader Protocol“ ist die Beschreibung der Kommunikation zwischen SLG und der Anwendungssoftware.
  • Savant Specification: Dieses Dokument enthält eine Beschreibung der Aufgaben, welche die Savant Software im EPC-Netzwerk zu erfüllen hat.
  • Physical Markup Language (PML): Die Programmiersprache „Physical Markup Language“ gehört ebenfalls zu den Bausteinen des EPC-Netzwerks.
  • Object Name Service (ONS) Specification: Auch der Object Name Service ist eine wesentliche Komponente des EPC-Netzwerks.

In der Praxis übernehmen spezielle hierfür entwickelte Programme/Lösungen von Softwareherstellern wie SAP, IBM, Oracle, Microsoft etc. diese Aufgaben.

Integration.Schnittstellenspezifikation by Katrin Reiher at 22.02.2007 12:42

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