EAN: European Article Numbering

Der EAN-Code wurde 1976 in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. EAN steht hierbei für European Article Numbering. Dieses System, das die GS1 Germany (Global Standard 1, vormals Centrale für Coorganisation - CCG) in Köln leitet und überwacht, ist in seinen Vorgaben so präzise wie kein anderes System, das auf Barcode aufbaut. Der EAN-Code hat sich bei der Artikelkennzeichnung für den Handel schnell durchgesetzt, sicherlich nicht zuletzt durch die Einführung der Scannerkassen.


Abbildung: EAN-13 ist der Zugriffschlüssel im Price-Look-Up

Beim EAN-Code sind alle entscheidenden Faktoren klar und eindeutig definiert, so dass damit die besten Eingangsvoraussetzungen für ein funktionierendes System geschaffen sind. [GS05] beinhaltet eine kurze Definition und Erklärung, wie das EAN-UCC System angewendet wird.

Grundlage des EAN-Codes ist die Absicht, ein internationales System von Handelsstrichcodes zu etablieren, das eine weltweit eindeutige Artikelkennzeichnung garantiert. IAN (International Article Numbering), JAN (Japanese Article Numbering) und UPC (Universal Product Code) sind ebenfalls Komponenten dieses Systems. UPC-Codes enthalten zwölf Zeichen, die übrigen Codierungen 13 Zeichen numerischer Information.

Basis der Artikelkennzeichnung ist die eindeutige Vergabe von Firmennummern: der Internationalen Lokationsnummer.

Global Location Number (GLN) - Internationale Lokationsnummer (ILN)
Von der GS1 vergebene, 13-stellige Nummer zur Identifizierung der Firma bzw. des Betriebs (Name, Anschrift). Vergabe erfolgt gleichzeitig mit der der EAN.

Unternehmen, die sich lediglich in der Kommunikation mit dem Geschäftspartner eindeutig identifizieren müssen, benötigen eine ILN Typ1.

Abbildung: ILN Typ 1 Abbildung: ILN Typ 2

Alternativ werden ILN von Typ 2 vergeben. Mit diesen kann in Unternehmen

  • Lokationsnummern für eigene Unternehmensteile vergeben,
  • Internationalen Artikelnummer erzeugen,
  • ihre Versandeinheiten identifizieren oder
  • andere koorganisatorische Nummernsysteme nutzen.

Von der ILN Typ 2 werden alle weiteren Codierungen abgeleitet. Da es sich um ein Lizenzverfahren handelt, werden für die Nutzung einer ILN jährlich Gebühren erhoben. Diese sind abhängig von der Art der Lizenz, der Größe des Nummernkreises und dem Umsatz eines Unternehmens. Die Nummernkreise werden durch GS1 verwaltet. Die jeweilige Vergabeorganisation ist durch die Anfangsnummern ? erkennbar. GS1 ist kartellrechtlich vom Monopolverbot befreit.


Abbildung: Vergabe der Internationalen Lokationsnummer

Integration.EuropeanArticleNumbering by Katrin Reiher at 01.03.2007 11:07

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