Omnidirektionales Scannen

Omnidirektionaler Scanner - Omnidirectional Scanner
Bezeichnung eines Scanners, z.B. eines Flachbettscanners, der Symbole in jede Richtung parallel oder nahezu parallel zur Scannerebene lesen kann. Omnidirektionaler Scanner verwenden mehrere Scannmuster, um die omnidirektionale Fähigkeit zu erreichen.

Die Entwicklung geht dahin, Barcodes auch in Bereichen einzusetzen, in denen der manuelle Anteil deutlich höher ist. Barcode-Etiketten können hier oftmals nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand zur automatischen Identifikation ausgerichtet werden. Der Freiheitsgrad muss mit der geeigneten und aufwendigen Lesetechnik kompensiert werden. Hier sind dann Systeme mit omnidirektionaler Lesung einzusetzen, d.h. Position und Ausrichtung des Barcodes dürfen auf den Leseerfolg keinen Einfluss haben.

Die typische omnidirektionale Lesung stellt das „Topscanning“ dar. Die Objekte müssen so auf der Fördertechnik stehen, dass der Code von oben zu sehen ist. Aufgrund der hohen technischen Ansprüche des Systems erlaubt das omnidirektional arbeitende Scannersystem die lageunabhängige Lesung des Barcodes. Im Folgenden werden diese technischen Details, Vor- und Nachteile, sowie deren Einsatzgebiete kurz erläutert [LW97].


Abbildung: Topscanning mit T-Code oversquared [SF00]

Barcodes können ohne Ausrichtung gelesen werden, wenn der Code zweimal unter 90° gedruckt wird. Voraussetzung ist dabei, dass die Barcodehöhe (Strichlänge) größer als die Barcodebreite sein muss. Barcodes mit solchen Druckmustern werden mit T-Code oversquared bezeichnet. Dafür benötigt man aber mehr Platz für den T-Code.

Alternativ können zwei Scanner unter 90° Winkel verwendet werden, wodurch der technische Aufwand natürlich steigt.

Vorteil der T-Codelösung ist, dass die Transportgeschwindigkeit sehr hoch sein kann und die Paketabstände gering. Bei gekreuzten Scannern können Codes zweier dicht aufeinander folgenden Pakete gleichzeitig in den Scanner kommen, wodurch die Zuordnung schwierig wird.

Offensichtlich steigen die Anforderungen an den Scanner, wenn Ausrichtung zwischen Code und Scanner stark variiert. Zudem kann oft nicht einmal garantiert werden, dass der Scanner den Code überhaupt sehen kann. Ein Beispiel dafür ist die Automatische Gepäckidentifikation im Flughafenbereich [BL96a], [PK96].


Abbildung: Topscanning mit Laserkreuz [SF00]

Barcode.OmnidirektionalesScannen by Katrin Reiher at 09.03.2007 11:37

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