Kennzeichnung
Barcodes stellen Nachrichten dar.
- Nachricht
- ein Begriff aus der Kommunikationstechnik. Nachrichten sind Informationen, die aufgrund bekannter oder unterstellter Abmachungen Daten in einer für die Weitergabe geeigneten Form darstellen. Nachrichten sind somit speziell für den elektronischen Transport strukturierter Informationen (Kompaktheit, Redundanz) ausgelegte, nach vorher festgelegten Regeln zusammengestellte, endliche Folge von Zeichen und Zuständen.
Die Übermittlung von Informationen ist an ein physikalisches Medium gebunden. Im Prinzip können alle Verfahren genutzt werden, die eine physikalisch messbare Veränderung in der gewählten Symbologie erzeugen.
Neben dem Druck eines Barcodes kommen heute ausgestanzte Barcodes in Stahl oder Aluminiumschildern, gewebte Textiletiketten, Magnetbarcodeetiketten oder auch in Werkstücke eingenadelte Codes zum Einsatz.
Für Steuerungszwecke in der Automobilindustrie wurden gestanzte Barcodes geschaffen, die den hohen Temperaturen bei der Lackierung von Karossen widerstehen und deren Information auch nach einem Lackauftrag noch lesbar ist. Die Produktkennzeichnung in der Keramikindustrie erfordert besonders temperaturfeste Informationsträger. Hierfür wurden Emaillierverfahren für Barcodes geschaffen, die entweder die Produktoberfläche direkt kennzeichnen oder keramische Zwischenträger verwenden.
Ein Beispiel für „exotische Barcodetechniken“ basiert auf dem induktiven Lesen metallischer Barcodes. Meist kommen dabei Barcodes aus Kupferfolie [HS96] oder eingefräste Barcodemuster [MSK96] zum Einsatz, die problemlos auch unterhalb von Lackierungen liegen können. Der grundsätzliche Aufbau metallischer Barcodes entspricht prinzipiell dem von optischen Barcodes, nur dass hier die Stege des Kupfercodes aus elektrisch leitfähigem Material die „Striche“ bilden.
Die Erkennung des Kupfercodes erfolgt mittels eines Magnetfeldes. Die Stege und Lücken des Codes entsprechen Gebieten unterschiedlicher Leitfähigkeit. Das Magnetfeld wird von einer Sensorspule im Lesesystem erzeugt. Die Sensorspule ist Teil eines Schwingkreises, dessen Induktivität durch die im Kupfer des Codes auftretenden Wirbelströme verändert wird.
Wird der Sensor über den Kupfercode bewegt, erzeugen die daraus resultierenden Induktivitätsveränderungen - durch die Verstimmung des Schwingkreises - ein Abbild des Barcodes. Diese Veränderungen werden demoduliert, verstärkt und über einen A/D-Wandler einem handelsüblichen Barcode-Decoder zugeführt.
Dieses exotische Beispiel liegt aus Sicht des Leseverfahrens zwar nahe am Transponder, findet aber in der Praxis nur wenig Anwendung.
Für die Logistiker relevant ist die Erkenntnis, dass Barcodes aus allen denkbaren Materialien in fast jeder Umgebung eingesetzt werden können.
Barcode.Kennzeichnung by Katrin Reiher at 08.05.2007 09:11
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