Code-49

Während bereits der Code-39 Ansätze für die Verkettung mehrerer Lesesymbole enthielt, wurde 1987 mit dem Code-49 eine spezielle zweidimensionale Codierung mit hoher Informationsdichte und besonderem Datensicherungsverfahren entwickelt. Im Vergleich mit Code-39 ermöglicht Code-49 bei gleichem Modul eine mindestens dreifache Informationsdichte der gedruckten Lesesymbole, bezogen auf die Druckfläche. Dieses Verhältnis gilt jedoch nur für größere Informationsmengen; bei geringer Zeichenanzahl macht sich der zusätzliche Organisationsaufwand in Form von Zeilennummern und Zeichengesamtzahl bemerkbar.

Das Lesesymbol enthält mehrere Barcodezeilen, die durch ein durchgängiges Startzeichen und ein durchgängiges Stoppzeichen begrenzt werden. Der Zeilenaufbau fordert eine fixe Zeilenlänge, die in 18 Balken und 17 Zwischenräume aufgeteilt ist. Jeweils vier Balken und vier Zwischenräume gehören zu einem Datenwort, das 16 Module einnimmt. Neben Start- und Stoppzeichen enthält eine Zeile vier dieser Worte. Code-49 ist ein Mehrbreitencode mit einer maximalen Elementbreite von neun Modulen.

Das Bildungsgesetz des Code-49 liefert mit n = 16 und k = 4

nmax = () n - 12 k - 1 = (n-1)! (2k-1)! (n-1-(2k-1))! = 15! 7! 8! = 6435

6435 unterscheidbare Muster.

Aus dieser Menge werden für die Verschlüsselung 4802 Strich-/Lückenkombinationen gewählt und in 2401 mit gerader und 2401 mit ungerader Parität separiert. Die Parität wird entsprechend der Anzahl von Balken im Muster eines Wortes bestimmt. Die beschriebenen Codemuster sind in einer linearen Liste derart sortiert, dass einem Index i mit einem Wertebereich von 0 bis 2400 jeweils ein Muster mit gerader Parität und eines mit ungerader Parität zugeordnet ist.

Die 49 zugelassenen Nutzzeichen werden über eine weitere Tabelle den Wertigkeiten (0....48) zugeordnet. Aus zwei Nutzzeichen wird dann der Index für die Zuweisung eines Barcodemusters berechnet.

i = 49 W(z1) + W(z2)

Die Anordnung von geraden und ungeraden Codeworten in einer Zeile dient als Codierung der betreffenden Zeilennummer. Die maximale Zeilenanzahl beträgt acht Zeilen. Bei weniger als acht Zeilen wird die letzte mit der Paritätskennung GGGG, d.h. aus vier Codeworten mit gerader Parität, gebildet.

ZeileParitätsfolge
1UGGU
2GUGU
3UUGG
4GGUU
5UGUG
6GUUG
7UUUU
8GGGG
G = gerade Parität
U = ungerade Parität

Tabelle: Codierung der Zeilennummer beim Code-49

Code-49 definiert sieben Betriebsarten, die unterschiedliche numerische und alphanumerische Zeichendarstellungen festlegen. Hieraus ergibt sich ein Informationsinhalt pro Zeile von acht alphanumerischen Zeichen oder zwölf numerischen Stellen.

Zur Datensicherung dient die letzte Zeile des Lesesymbols. Die ersten drei Datenworte bestehen aus gewichteten Prüfsummen der Nutzdaten, das vierte Wort enthält die Gesamtzahl von Zeilen sowie die Betriebsart. Hieraus ergibt sich eine hohe Datensicherheit beim Code-49.

Barcode.Code49 by Katrin Reiher at 01.03.2007 16:05

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