Codablock
Codablock wurde von Heinrich Oehlmann in den Jahren 1990 - 1994 in Deutschland entwickelt. Das Prinzip arbeitet wie ein Zeilenumbruch eines Texteditors. Ist eine Zeile voll, so wird die nächste Zeile umgebrochen. Dabei wird jeder Zeile die Zeilennummer und dem fertigen Block die Anzahl der Zeilen eingefügt. Abgeschlossen wird alles mit einer Prüfsumme. So hat jede Zeile einen Indikator zur Orientierung der Lesegeräte und der gesamte Code zwei Prüfzeichen, mit denen der Inhalt der Gesamtnachricht abgesichert wird. Es werden drei Codablockvarianten unterschieden.
Codablock A basiert auf der Struktur des Code-39. In zwei bis 22 Zeilen können zwei bis 61 Zeichen (maximal 1340 Zeichen) codiert werden. Das Prüfzeichen über den gesamten Inhalt wird nach Modulo-43 berechnet.
Codablock F basiert auf der Struktur des Code-128. In zwei bis 44 Zeilen können jeweils vier bis 62 Zeichen (maximal 2725 Zeichen) codiert werden.
Der Codablock 256 ist wie Codablock F aufgebaut, jedoch mit einem eigenen Start-/Stoppzeichen. Es können zwei bis 44 Zeilen, zu je zwei bis 62 Daten (max. 2725) generiert werden. Jede Zeile verfügt über eine Fehlerkorrektur, so dass kleine Beschädigungen wieder rekonstruiert werden können.
Vorteile:
- Erhöhte Datensicherheit eines Codablock-Etiketts im Vergleich zum Lesen verschiedener Einzeletiketten zu einer Gesamtnachricht
- Flexibilität in der Anpassung von Information auf eine gegebene Fläche durch variable Höhe, Breite und Informationsdichte
- Es können alle herkömmlichen Lesegeräte verwendet werden, da sich Codablock auf bereits bestehende Strichcodierung stützt.
- Das Zusammensetzen der einzelnen Zeilen zur Gesamtnachricht kann auch in übergeordneten Rechnersystemen erfolgen.
Nachteil:
- Gestapelte Struktur muss beim Lesen beachtet werden
Frühe gestapelte Codetypen erfordern bei der Lesung die vollständige Kongruenz von Abtastlinie und Codesymbol bzw. Codezeile, d.h. der vollständigen Abtastung einer Codezeile. Diese Einschränkung verringert die erzielbare Informationsdichte, da größere Codehöhen gedruckt werden müssen, als aus theoretischer Sicht notwendig erscheint.
Barcode.Codablock by Katrin Reiher at 21.02.2007 10:32



