Picklisten
Da Investitionen in automatische Lagertechnik gerade bei geringen Umsatzrenditen nicht lohnend sind, ist das Kommissionieren von Lagermaterial mit Hilfe von Kommissionierlisten auch heute noch gängige Praxis. Daraus resultierend ist auch die Entnahme von falschen Materialien, Chargen oder Stückzahlen immer noch Alltag. Oft ist der Mitarbeiter selbst nicht einmal Schuld an seinem Fehlgriff. Falsche Einlagerungen und ungeschickte Lageraufteilung, bei denen man ähnliche Materialien möglichst zusammen hält oder auch ungenügende Beleuchtung können leicht Auslöser für eine fehlerhafte Kommissionierung sein.
Ausgangspunkt der Kommissionierung ist also eine Liste in der Warenwirtschaft, die abgearbeitet werden muss. Was liegt also näher als die (Pick-) Liste auf einem Drucker auszugeben und alle Materialien im Lager einzusammeln? Es werden Kommissionierlisten ausgedruckt, die alle Informationen enthalten, die der Mitarbeiter zur Kommissionierung oder Auslagerung benötigt. Neben allgemeinen Daten wie Auftragsnummer usw. enthalten die einzelnen Positionen den Lagerplatz, Materialnummer, Materialkurztext sowie die zu entnehmende Menge. Die Positionen auf der Liste werden der Reihe nach abgearbeitet und abgehakt, sofern es keine Probleme gibt. Fehlmengen werden registriert und anschließend zusammen mit den Büromitarbeitern korrigiert.
Da durch Kommissionierfehler erhebliche Kosten und Verzögerungen in der Auftragsabwicklung entstehen, sollten sie erst gar nicht aufkommen können: Sofern dies unvermeidlich ist, sind die Fehler am Ende der betreffenden Arbeitsstufe zu korrigieren, damit sie sich nicht in der nächsten Prozessstufe unkontrolliert potenzieren. Die Pickliste wird also nachträglich manuell kontrolliert.
Anwendungen.Picklisten by Katrin Reiher at 26.02.2007 15:38
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