Labelpicking
Alternativ kann die Pickliste auch auf Labeln ausgegeben werden. Der Pickprozess wird dann etwas modifiziert. Statt nur die einzelnen Positionen abzuzeichnen, zieht der Kommissionierer jeweils ein Label ab und appliziert es auf den entnommenen Artikeln.
Enthält das Label den Artikelcode, so kann die Kommission nachträglich kontrolliert werden, in dem z.B. bei der Verpackung die Label gescannt werden, um Fehler zu erkennen. Das Erfassen dieser Information in der Warenwirtschaft (Wareneingang, Lagerverwaltung, Kommissionierung etc.) wurde anfänglich durch einen Eingabescanner an einem im DV-Verbund angeschlossenen Terminal ausgeführt (wenn nicht von vornherein, z.B. bei der Produktionsüberwachung oder automatisierten Kommissioniersystemen, Fix-Scanner am Band installiert und über geeignete Schnittstellen (RS232, RS485) bedient wurden. Die Handscanner waren oftmals über die Tastaturschnittstelle angeschlossen, so dass keinerlei Software-Anpassung der DV notwendig war, da eine Handeingabe simuliert wurde.
Am Ende jedes Auftrags müssen sowohl bei Picklisten als auch beim Labelpicking neue Belege vom Lagerbüro abgeholt werden. Diese Wegstrecken bedingen lange Todzeiten, die die Kommissionierleistung reduzieren. Außerdem ist es für die Führungsmannschaft schwierig, überhaupt zu erkennen, welche Personalressourcen gerade verfügbar sind, um diese ggf. an anderer Stelle einsetzen zu können.
Daten sind immer sofort und an ihrem Entstehungsort mit rationellen und sicheren Techniken zu erfassen und sollten danach nicht mehr außerhalb der Rechner-Ebene transportiert werden!
Alle Picklisten und Labelpicking widersprechen diesem bekannten Grundsatz aus der betrieblichen Informatik.
Anwendungen.Labelpicking by Katrin Reiher at 26.02.2007 15:41
Autorenkontakt, PDFs der Vorlesungsfolien und des Skripts, off-line CD, Links, das Glossar uvm.
Alle Bilder zum Thema:Anwendungen
Die gesamte Literaturliste
Übungsfragen:Anwendungen



