Elektronische Wegfahrsperren
Mit dem drastischen Anstieg der Autodiebstähle in den letzten Jahren, stieg auch der Bedarf an wirksamen Diebstahlsicherungen. Mit Einsatz der Transpondertechnologie seit Mitte der 90er Jahre ist es möglich, die Echtheit des Autoschlüssels zu überprüfen (elektronische Wegfahrsperre am Zündschloss).
Heute wird die Transpondertechnologie meist mit der Fernbedienung kombiniert. Die Fernbedienung steuert die Zentralverriegelung und die Alarmanlage des Fahrzeugs sowie der Transponder übernehmen die Aufgabe der Wegfahrsperre. Die Antenne des Lesegerätes ist im Zündschloss eingebaut, sodass sich bei eingestecktem Schlüssel eine Kopplung zwischen Leseantenne und Transponderspule ergibt. Die Sendefrequenz elektronischer Wegfahrsperren liegt im LF-Bereich 100...135 kHz.
Zur Authentizität des Schlüssels werden drei verschiedene Verfahren angewandt.
- Überprüfung einer individuellen Seriennummer
Einfache Wegfahrsperren lesen die Seriennummer des Transponders aus und vergleichen sie mit der im Lesegerät befindlichen Referenznummer. Sind beide Nummern identisch, so wird die Elektronik freigegeben. - Wechselcodeverfahren
Es wird bei jeder Betätigung des Schlüssels eine neue Zahl in den Speicher des Transponders geschrieben. Diese Zahl wird mit einem Zufallsgenerator in dem Kfz-Lesegerät erzeugt. - Kryptologische Verfahren mit festen Schlüsseln
Bei der Authentifizierung wird die Kenntnis eines geheimen Schlüssels überprüft, ohne diesen selbst zu übertragen. Das RFID -Lesegerät kommuniziert nun mit der Motorelektronik des Fahrzeugs. Nur das fahrzeugeigene Lesegerät ist im Besitz des passenden Schlüssels, um die Motorelektronik zu starten.
Seit Anfang 1995 sind elektronische Wegfahrsperren in Neuwagen, serienmäßig ab Werk eingebaut.
Anwendungen.ElektronischeWegfahrsperren by Katrin Reiher at 26.02.2007 16:16
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